Alltag mit Baby · Gedankenkarussell

Eltern(zeit)-Halbzeit

Jaja, die Zeit rast – das habe ich ja schon oft festgestellt. Und ist auch wohl der meist erwähnte Ausspruch aller Mütter, wie mir so scheint. Die Zeit anhalten? Wäre für den Moment sicherlich auch schön, aber es ist doch auch toll, jeden Tag die großen und kleinen Fortschritte meiner Tochter zu beobachten, zusammen Spaß zu haben, neue Dinge zu entdecken, ihr die Welt zu zeigen. Also: es ist gut so, wie es ist.

Ich schweife ab – eigentlich wollte ich „nur mal kurz“ auf das letzte halbe Jahr zurückblicken – inzwischen liegt die Geburt schon länger zurück als mein geplanter Wiedereinstieg bei der Arbeit. Und DAS finde ich wirklich verrückt.

Was es heißt Mama zu sein und daheim zu bleiben, kann man sich ja vor Geburt definitiv nicht vorstellen. Man kann sich Babyschwimmkurse und Babymassage-Kurse raussuchen, Fachliteratur zu Babyschlaf und Beikost lesen…aber hey, alles ganz schön theoretisch.

HandinHand
Hand in Hand. Wir.

Und dann kommt Tag X und das Leben krempelt sich ganz schön um. Auf einmal schläft man nicht mehr alleine an, lauscht beim Duschen auf Geräusche aus dem Kinderbett (falls man überhaupt alleine duschen gehen darf), isst mal eher zu komischen Uhrzeiten….wir haben Glück – unser Oktoberbaby macht uns das Leben meistens sehr leicht – in der Wippe schaut sie gerne beim Kochen zu, Mittagsschlaf können wir oft zusammen machen, sie mag Kinderwagen und auch das Tragetuch – so kann ich viel machen, was ich vorher auch schon gemacht habe und muss mich nicht „einschränken“. Wie meine Hebamme im Wochenbett sagte: Jetzt bist Du Mama. Und irgendwann aber auch wieder Frau und Partnerin – ja, Mamas dürfen auch noch Hobbys haben oder mal eine Stunde alleine sein wollen. Das ist sogar super – ausgeglichene Eltern, ausgeglichenes Kind, daran glaube ich ganz fest.

Ich bastel also noch – auch wenn das tatsächlich etwas schwieriger ist mit einem Baby und ich liebe es, neue Rezepte in der Küche auszuprobieren (und das noch viel häufiger und lieber als vorher!). Ich treffe mich mit Freundinnen oder mache mal einen Ausflug mit dem Zug. Immer dabei: mein Baby. Sie mag es unterwegs zu sein und freut sich über andere Menschen.

Na klar, ein paar Sachen vermisse ich auch. Kino beispielsweise. Ich liebe neue Filme und die Kinoatmosphäre – darauf freue ich mich dann im nächsten Winter, wenn das Himbeerbaby dann auch einmal ein paar Stunden ohne Mama verbringen kann. Dinge fertig erledigen ist auch schwierig – Bilder einkleben ist gerade mein rotes Tuch sozusagen. Kaum fange ich an alles auszubreiten, wird das Oktoberbaby wach oder möchte trinken oder spielen oder oder oder. Aber ich habe schon mal davon geschrieben – Mama sein lehrt mich geduldiger und gelassener zu sein. Geduld ist sowieso so gar nicht meine Stärke (typisch Widder!), daher ist mein neuer Alltag eine tolle Übung. So sehe ich das.

Im Moment geistert auf Instagram & Co. immer der Spruch „Unser Alltag ist ihre Kindheit“ – ja, so ist es. Da können auch die Bilder mal liegen bleiben oder die Wäsche am nächsten Tag zusammengelegt werden. Die Zeit ist wertvoll und ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, besonders dieses spannende erste Lebensjahr meiner Tochter ganz intensiv mitzuerleben.

Und nun merke ich, dass ich eigentlich etwas über Beziehungen zu Freunden, anderen Mamas und Co. schreiben wollte – das hebe ich mir dann für das nächste Mal auf!

Ich wünsche euch einen schönen Tag und dann ein erholsames letztes Aprilwochenende!

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